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Zombie-Filmtipp: [*rec]

Von am 16. Mai 2014

Blair Zombie Project

(Ein Gastbeitrag von unserem Zombie-Film-Superfan Necrophorus – DANKE!)

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Man stelle sich ein Filmteam vor, dass in einer Feuerwehrstation filmt und dann die Feuerwehrleute zum Einsatz begleitet. Was macht ein solches Team? Richtig – es filmt, und zwar mit einer handlichen Filmkamera und produziert so eine schöne Videodokumentation. Soweit unterscheidet sich [*rec] denn auch noch nicht von Mockumentorys wie Trollhunter (würde ich empfehlen, wenn das hier ein Trollblog wäre) oder dem bekannten Blair Witch Project (wenn das hier ein Hexen-Blog wäre …) – da dies jedoch ein Zombie-Blog ist, fehlt noch etwas … Na, kommt ihr von allein drauf? Richtig …

Ein kurzer Abriss, der sich ausführlicher in der Wikipedia nachlesen lässt: Ángela und ihr Kameramann Pablo filmen bei der Feuerwehr in Barcelona und wollen sie bei einem Einsatz begleiten, als das Team zu einem Einsatz in ein Haus in der Innenstadt gerufen wird. Hier wurden Schreie gehört, und als sie eintreffen, stellen sie fest, dass ein Polizist von einer blutüberströmten Bewohnerin des Hauses gebissen und lebensbedrohlich verletzt wurde. Gemeinsam mit seinem Kollegen wollen sie den Verletzten aus dem Haus bringen – und stellen fest, dass sie mit den Bewohnern des Hauses von den örtlichen Gesundheitsbehörden eingesperrt und unter Quarantäne gestellt wurden. Während der Untersuchung des Polizisten stürzt plötzlich der zur Beruhigung der kranken Frau verbliebene Feuerwehrmann durch das Treppenhaus nach unten und schlägt zwischen den Hausbewohnern auf. Das Filmteam, der verbliebene Polizist und der Feuerwehrchef Manu gehen nach oben, um nach der Frau zu schauen, und werden von ihr attackiert – der Polizist erschießt sie in Notwehr. … und nun wollen wir doch nicht spoilern, oder? Eine wichtige Rolle spielen noch der Hund eines kleinen Mädchens, das Mädchen selbst, eine chinesische Familie, ein Beamter des Seuchenschutzes und weitere Bewohner des Hauses. Sehr gruselig mit Schockelementen wird das Finale des Films in einer Dachwohnung des Hauses, die ursprünglich einem Mitarbeiter des Vatikan gehörte – und durch den geschickten Einsatz der Nachtsichtfunktion der Kamera wird der Schauereffekt dann nochmal gesteigert – great! Also für alle Fans des schaurigen und nicht überzogenen Zombiefilms: [*rec] ist ein Muss!

Die Kameraführung, die Szenenwechsel und damit die ganze Stimmung machen den Film zu einem echten Filmereignis, bei dem einem die Chips im Halse hängen bleiben – und dafür braucht es nicht mal Zombiemassen, sondern einfach eine Handvoll derselben, eine gute Story und eine prima Umsetzung. Für die Regisseure Jaume Balagueró und Paco Plaza war der Film das Debüt und er durfte seine Premiere auf den Internationalen Filmfestspielen in Venedig feiern. Die Amerikaner fanden den Film übrigens so spannend, dass sie ihn gar nicht ins Kino ließen – sondern ihn schlicht in Form des Films Quarantäne mit Jennifer Carpenter nachfilmten und nur 7 Monate später in die amerikanischen Kinos brachten.

Kommentare

2 Kommentare zu “Zombie-Filmtipp: [*rec]”

  1. Ich mag die Art der Kameraführung zwar nicht sonderlich, aber der Film verspricht wirklich genial zu werden! Kommt definitiv auf meine Must-See-Liste -- Danke für den Tipp!

    Grüße
    Andreas

  2. Definitiv einer meiner Zombie-Lieblingsfilme.

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