Zombies im Netz

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Wie ein Trip mit Freunden zum Horrortrip werden kann.

Ein neuer Gastbeitrag von Necrophorus.

Zugegeben, zu den Zombie-Klassikern gehört der 2012 erschienene Film The Cabin in the Woods sicher nicht und manch ein Leser wird erstmal grübeln müssen, was er überhaupt mit Zombies zu tun haben könnte. Aber obwohl bei diesem Film erst mal nicht die Zombie-Story im Vordergrund stehen mag, ohne die dem Grabe entsteigenden Redneck-Buckners wäre der Film doch nur halb so gruselig.

Und dabei handelt sich nicht einmal um einen B-, C- oder D-Movie, sondern um das Regie-Debüt von Drew Goddard, der auch bereits bei den Vampirserien Buffy and Angel und zuletzt beim Drehbuch von World War Z tätig wurde. Aber worum geht’s überhaupt in dem Film?

Deutscher Trailer von “The Cabin in the Woods”

Es fängt an wie so oft: Ein Trupp Jugendlicher zieht in die Einöde, um ein paar Tage Spaß in einer verlassenen Hütte zu haben – wenn man ehrlich ist, ist das doch bereits ein Garant für schaurigen Grusel. Was die Truppe nicht weiß: Ihre Reise wird akribisch manipuliert und die Jungs und Mädels werden rund um die Uhr von einer geheimnisvollen Organisation beobachtet, über deren Zweck der Zuschauer allerdings erst am Ende aufgeklärt wird. Die schüchterne Dana, Jules und ihr Freund Curt, Holden und der stets kiffende Marty sind offensichtlich in ein Experiment geraten, der sich für sie zu einem Alptraum entwickeln soll – und hier kommen kann auch die Buckners ins Spiel. Die Protagonisten finden den Keller der Hütte, der gefüllt ist mit verschiedenen seltsamen Dingen, darunter auch ein Tagebuch, in dem die Geschichte der Rednecks steht. Die Geschichte der Buckners ist herzzerreißend – auch wenn sie mit dem Film eher wenig zu tun hat und die verwesenden Rednecks die Kids auch unabhängig von ihrer Geschichte möglichst effektvoll abschlachten würden. Sie sei trotzdem kurz erzählt, wie sie im Tagebuch von Patience Anna Buckner steht:

IFDemnach ermordete Vater Buckner seine Frau, indem er ihr den Bauch aufschlitzte und diesen mit heißen Kohlen füllte. Matthew Buckner führte seinen Bruder Judah in ein schwarzes Zimmer und ermordete ihn dort auf schmerzhafte Weise, da ihm das Schneiden des Fleisches mit seiner Säge Wonne bereitet und ihm die “Schwellung eines Ehemannes bereitet”. Patience selbst wurde der rechte Arm abgehackt und dieser wurde von der Familie verzehrt, sie wünscht sich jedoch in ihrem Buch, dass jemand kommen und sie wieder aufwecken möge. Dieser Schilderung folgen Worte auf Latein – und genau diese liest Dana ihren Begleitern vor … und lässt damit die gesamte Familie auferstehen. Noch während Dana die Geschichte vorliest, entsteigen die Zombies, die einst die Hinterwäldner-Familie Bruckner waren, ihren Gräbern im Wald und machen sich auf die Jagd nach den Jugendlichen, wobei sie Jules und Curt beim Liebesspiel im Wald überraschen. Mehr sei eigentlich nicht vorweggenommen – der Film gewinnt vor allem durch die ständigen Wechsel zwischen der Story der Jugendlichen und ihrem Kampf gegen die Untoten und ihre Fluchtversuche aus dem verfluchten Tal sowie die Arbeiten und Beobachtungen in den Labors der geheimen Organisation. Etwas abgefahren wird es, wenn die beiden Stränge zusammenkommen und Unmassen von Horrorwesen Teil der Geschichte werden. Spannend auch der Auftritt von Jodelle Ferland als einarmige und untote Patience Buckner. Ferland spielte bereits als Achtjährige in der 2002er Verfilmung von Carrie und bei They – Sie kommen sowie zwei Jahre später bei Kingdom Hospital mit – ihre Karriere im Horrorbusiness fing also bereits sehr früh an. Auch eine Rolle in Silent Hill: Willkommen in der Hölle sowie die Verkörperung eines Jungvampirs in der Twilight-Saga lassen sich ihrer Karriere entnehmen, da erschließt sich die Darstellung einer teilweise zerfetzten Redneck-Leiche eigentlich als natürliche Weiterentwicklung. Eine besondere Überraschung im Cast folgt zum Showdown, wenn plötzlich Sigourney Weaver als Kopf der gemeinen Organisation auftritt. Zombie-Horror, Science-Fiction mit Reality-TV-Einstreuungen sowie ein wunderbar blutiger Showdown – was will man eigentlich mehr? Phasenweise fühlt man sich gar an Hellraiser Uncut oder Jumanji erinnert. Alles in allem sehr sehenswert und sicher eine Bereicherung für den gruseligen Fernsehabend …

Kommentare

Ein Kommentar zu “Zombie-Filmtipp: The Cabin in the Woods”

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