Zombies im Netz

Das beste Zombie-Online-Magazin der Welt. Und drüber hinaus.

Peter Jackson’s Braindead – ein Klassiker für Zombie- und Metzelfreunde

(Ein Gastbeitrag von Zombie-Splatter-Experte Necrophorus – DANKE!)

Hört man den Namen Peter Jackson, denkt man heutzutage ja eigentlich zwangsläufig an Hobbits, Elben und Zauberer – so sehr geprägt sind wir doch von seinen Verfilmungen des Herrn der Ringe und des Hobbits. Wer denkt denn noch an den früheren Peter Jackson – den Splatter- und Zombiekönig, der in seinem Braindead im Jahr 1992 Hektoliter strahlend rotes Kunstblut über die Mattscheibe verspritze. Die Antwort: Wir!

Braindead direkt bei Amazon bestellen? Ein Klick aufs Bild führt dich in den Online-Shop zur Version mit FSK 16. (Es gibt auch eine jugendfreie Fassung.)

Braindead direkt bei Amazon bestellen? Ein Klick aufs Bild führt dich in den Online-Shop zur Version mit FSK 16. (Es gibt auch eine jugendfreie Fassung.)

Und deshalb gibt es jetzt eine Klassiker-Rezension. Braindead – mal im Ernst: Gibt es einen besseren Namen für einen Streifen, bei dem willenlose und menschenhungrige Zombies ihrer Blutlust freien Lauf lassen? Hier mal ein Abriss über die Story: Dabei fängt alles so harmlos an – mit einer Expedition, bei dem ein Team von Tierfängern eine seltene Primatenart für einen Zoo fangen soll und dies trotz davon wenig begeisterter Eingeborener auch tut. Dumm nur, dass der Expeditionsleiter von dem Tier gebissen und anschließend von seinen Begleitern fachgerecht zerlegt wird. Diese verkaufen das Tier an den Zoo, wo es dann auch erstmal bleibt.

Derweil entwickelt sich eine Lovestory zwischen dem schüchternen Muttersohn Lionel Cosgrove und der Verkäuferin Paquita Maria Sanchez. Als sich beide zu einem Besuch im Zoo verabreden, werden sie von Lionels Mutter verfolgt und beobachtet, die etwas ungeschickt dem Rattenaffen in seinem Käfig zu nahe kommt. Dieser verbeißt sich in ihren Arm und nachdem sie sich befreien kann, zertritt sie den Kopf des grottenhässlichen Viechs zu einer Kopfmatsche und verzieht sich nach Hause, nicht ohne dem armen Lionel Vorwürfe zu machen. Lionel rennt hinterher und lässt Paquita stehen. In den nächsten Tagen wird die Wunde der Mama zunehmend ekliger, entzündet sich eiternd und spritzt vor sich hin – und die Mutter selbst sieht auch immer ungesünder aus, vor allem bei einem Essen mit einem Gönnerpaar, in dem sich ein Pudding … lassen wir das, wir wollen ja nicht gleich auf den Magen schlagen.

Mutter stirbt und wacht wieder auf – mit einem allen Lesern dieses Blogs nicht unbekannten Heißhunger auf Menschenfleisch, den sie an ihrer Krankenschwester stillen kann. Ab jetzt wird es zunehmend interessanter, denn sowohl Mama wie auch die Krankenschwester wollen nicht sterben und Lionel muss beide ruhigstellen und die Anzahl seiner Kellerbewohner steigt nach Mutters vermeintlicher Beerdigung durch einen Pfarrer und ein paar Halbstarke weiter an, nebenbei wird auch noch der Schäferhund von Paquita durch die Mutter verspeist. Kurzzeitig absurd wird die ansonsten wohl durchdachte Handlung durch eine Liebesszene zwischen dem Pfarrer und der Krankenschwester, die zu einem Horrorbaby führt, das bis heute in der Filmgeschichte seinesgleichen sucht – die Szenen, bei denen Lionel dieses Blag auf den Spielplatz ausführt, sind schlicht nicht zu beschreiben und müssen selbst angeschaut werden – Lachanfälle garantiert!

Unvermeidlich nähert sich der Film seinem Höhepunkt, nachdem Lionels Onkel die Leichen entdeckt und beschließt, seinen Neffen zu bestechen und um sein Erbe zu bringen. Er lädt zu einer Party ein, die nach einer misslungenen Vergiftung der Zombies zu einem Blutspektakel führt, dass wohl unübertroffen ist: Die aufgeputschten Untoten stürzen sich auf die Partygäste und mehren so die Anzahl der Zombies zunehmend, die hinter Lionel und Paquita her sind. Immer mehr vollständige und zerfetzte Leichen, einschließlich hochmotivierter Gedärme, stürzen sich auf die wenigen Überlebenden und das Hauptdarstellerpärchen. Zum Höhepunkt arbeitet sich Lionel mit einem Rasenmäher durch das Zombievolk, während seine Freundin derweil diverse Körperteile im Mixer zerhäckselt und somit beide gemeinsam fast alle Untoten zu glitschigem Blutschleim verarbeiten – fast, denn eine fehlt: Mutter, die zu einem riesenhaften Wesen mutiert ist und Lionel und Paquita auf dem Dach des Hauses stellt. Sie verschlingt Lionel mit ihrem riesenhaften Leib – und explodiert. —-

Hey, noch da?

Zugegeben, ein paar Teile der Geschichte habe ich verkürzt und einiges erscheint vielleicht etwas übertrieben – aber alles in allem war die Story in sich doch fast logisch … naja, ein bisschen …. ähm …. forget about it! Freunde der absurden Splatterei kommen bei dem Film auf jeden Fall auf ihre Kosten und Zombiefans der konservativen Art müssen mit ein paar unlogischen Szenen klarkommen. Die Gefühle wanken zwischen “Whatta fuck!” und Lachanfällen, Ekel und ungläubigem Staunen – und am Ende finden die Hälfte der Zuschauer den Film scheiße und der Rest bricht in Begeisterungsstürme aus.

Und unser Votum? Als Fan der blutigen Zomberei sollte man den Film natürlich mal geschaut haben – aber sagt nicht, wir hätten euch nicht gewarnt.

Euer Necrophorus

Kommentare

Keine Kommentare zu “Zombie-Filmtipp: “Braindead””

Schreib einen Kommentar