Zombies im Netz

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Schon klar. Es ist egal, ob man ihn lobt oder verreißt: Ein echter Zombiefan wird “World War Z” sowieso ansehen. (Eine knappe Woche, nachdem der Film in die deutschen Kinos gekommen ist, haben die wirklich echten Fans ihn eh bereits angeschaut.)

Der Film hat mir einen schönen Moment geschenkt: Ich hatte ziemlich zu Beginn der Handlung gedacht: “Ach je, ich hab mich geirrt, ich mag wohl doch keine Zombiefilme” – aber dann der erleichternde Augenblick: Hier geht es ja gar nicht um Zombies. Hier geht es um Brad Pitts schöne Frisur! Und er hat die Haare vom ersten bis zum letzten Moment wirklich toll! Was für eine Erleichterung – man erwischt sich gar nicht dabei, einen Zombiefilm zu verachten, man verachtet bloß einen Frisurenfilm!

Selbstverständlich ist die Buchvorlage von Max Brooks völlig unverfilmbar! Das Buch hat eine geniale, absolut nicht in ein Kinoformat pressbare Struktur: Im Rückblick – also nach dem weltumspannenden Krieg gegen eine untote Übermacht – erzählt das Buch von geopolitischen, sozialen, psychologischen Auswirkungen der Apokalypse. Verschiedene Perspektiven zu unterschiedlichen Zeiten (Ausbruch, Ausbreitung, fast vollständige Vernichtung der Menschheit, Aufbäumen der Lebenden gegen die Untoten, erste Rückeroberungen, Sieg über die Zombies). Da ist kein Platz für einen Brad Pitt und eine Hollywood-Heldenrolle. Deshalb haben wir es doch gewusst: Dieser Film wird etwas anderes sein als das Buch – okay. Der Film wird schlechter sein als die Vorlage – okay. Es wird ein irgendwie flacher Blockbuster mit ein paar rennenden Zombies drin – okay.

Aber was hat die Zombie-Fangemeinde Hollywood angetan, dass sie einen Rotz vorgesetzt bekommt, in dem Brad Pitts Frisur das mit Abstand Interessanteste am ganzen Film ist?

Brad Pitt sitzt mit seiner Familie im Auto, als die Apokalypse ausbricht. “Ach, na so was – Zombies überall.” (Ja, klar, darauf kommt man ja als Erstes.) Natürlich kann nur dieser eine ehemalige UN-Mitarbeiter die Menschheit retten – also wird er schon nach wenigen Minuten zum Menschheitsretter rekrutiert. (Ich als Regierung hätte ja nach Bruce Willis gesucht; wenn der die Welt rettet, ist es meist lustiger: “Yippie ya yeah, Schweinebacke.”) Ein A-Team fliegt nach Südkorea, die vorerst wichtigste Person, ein Virologe, stolpert versehentlich und stirbt, noch ehe im Flugzeug die Anschnallzeichen erloschen sind. (Bei Star Trek wäre das ein Besatzungsmitglied im gelben Hemd gewesen – bei denen wusste man auch immer: Kaum mit dem Außentrupp auf dem fremden Planeten gelandet, schon weggerafft.) Muss also doch Brad selber ran. Man fliegt flugs nach Israel, da schließt sich eine toughe Quotenfrau dem Team an. Israel bringt auch nicht viel, außer einer gut gemachten Massen-Zombie-Szene. Weiter nach Großbritannien, Showdown. Brad hat eine Idee (die so dermaßen unkompliziert zu finden, umzusetzen und zu bejubeln ist, dass Bruce Willis sich geschämt hätte, auf so simple Art den Film zu beenden!). Brad rettet Menschheit. Und Brad schließt die Familie wieder in die Arme. Die Frisur sitzt!

Die Zombies sind im gesamten Film absolute Nebensache. Sie wären austauschbar gegen: Vulkanausbrüche, Marsroboter, Gremlins, Vampire, Ebola oder Haarspliss. Und sie zucken. Andauernd zucken sie doof! Ach ja, sie rennen. Zur Parodie wird der Film kurz vorm Showdown, als Brad aufgefordert wird, nach Möglichkeit keinen Zombie zu töten – “Das macht die anderen noch aggressiver.” Yupp! So sind sie, die Zombies – wenn man Onkel Heiner auf den Kopp haut, steigen ihnen Zornestränchen in die verwesten Augäpfel. Ach, Kinder …

Es ist übrigens im Gespräch, eine Fortsetzung zu drehen. (Die Menschheit ist am Ende so ziemlich gerettet, aber noch nicht total – es war eben kein Bruce Willis da, der hätte richtig aufgeräumt!) Und es ist jetzt schon klar: Auch Teil 2 wird eine absolute Katastrophe – aber wir Zombiefans gehen natürlich rein. Also, ICH auf jeden Fall!

Kommentare

20 Kommentare zu “World War Z – Untot im Kinosessel”

  1. Bernd sagt:

    Ja, Frau Dombrowski, ich habe den Film auch gesehen und mir direkt literweise Schaumfestiger, Haarspülung und -kuren gekauft. Ich fühle mich nun gewappnet für die Zombieapokalypse …

    • Merci pour ce très bel hommage avec de magnifiques pages. C'est important d'avoir une pensée pour le peuple japonais qui souffre encore tant de cette catastrophe. J'ai un coup de coeur pour la page de Yuka qui m'émeut tout pariicultèrement.

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    • selamlar….panik atak hastalığina ÅŸahit olmuÅŸ bir insanım,eÅŸim’in yanımda kıvrandığinı görmek ölüyorum öluyorum dıtye çığlıklarını duymak inanın çok zor.bezen ne yapacaÄŸimı bılemıyorum,onun en iyi doktoru benim saatı saatıne ilaçlar, kaçırılmıycak randevular ve daha bır sürü ÅŸeyy.panik atakla savaÅŸmayıbaÅŸardık derken bıde üstüne solyofobi çıktı,iÅŸte ÅŸimdı gerçekten ne yapacaÄŸimı bılmıyorum.artık birÅŸeyler yapmanın zanmanı ALLAHIM bize yardım ettt lütfennn ..teÅŸekkür ederimmm

  2. Zombies im Netz sagt:

    Daumen hoch! Das ist wahrer Einsatz! :-)

  3. Audax sagt:

    Madame braucht ‘ne neue Seite: http://www.frisuren-im-netz.de :-)

    • I used the tips from the egullet link above and mine came out great. The quantities I used were:7 grams Lie8br&#e217;s Sour Salt (what I could find locally)10 grams Baking Soda210 grams Water226 grams Sharp Cheddar (I started with the cheap stuff in case it didn’t work)The sour salt package did not specify if it was sodium citrate or citric acid but when I mixed it with a little baking soda and water I got a fizzing reaction so I determined it must be citric acid.

  4. Zombies im Netz sagt:

    Auuuuutsch -- noiiiiin!

  5. webfraeulein sagt:

    Schwestern im Geiste! Ich musste die ganze Zeit denken: “Hätte er die Haare nur ein Zentimeterchen kürzer, würden die sich unten nicht so komisch kringeln”. Aber Softgetränke finde ich seitdem ganz toll.

  6. Zombies im Netz sagt:

    Haha -- jetzt musste ich echt scharf nachdenken, wie du auf die Getränke kommst (bei der Szene lag ich schon halb im Koma …). Aber komisch kringeln? Nein, mein Lob für seine Haare sind aufrichtig -- ich fand die Frisur bezaubernd. ;-)

  7. Plαтzєl¢н sagt:

    Also ich will ja auch mitreden, also schaue ich mir (zumindest in einem kleinen 600px breiten Fenster neben der Arbeit an. Kann mir jemand erklären, wieso man in Israel soviel Ressourcen einsetzt um Mauern zu bauen, wenn diese schnurgerade nach oben gehen? Wieso nicht mit Überhang? Darauf hätte man kommen können wenn man doch schon seit Jahrtausenden Mauern baut.

    • Maria, you can dress a room! How about driving down to Virginia today for a few hours? ; ) Am I the only one who feels off-kilter when tile is installed diagonally like on Kara’s fireplace, and on basscplakhes? My head wants to tilt…

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    • That’s a slick answer to a challenging question

    • Bonjour,La projection sur internet, ca sera ici même ou sur un autre/nouveau site? J’ai beaucoup aimé l’extrait, ca me dit beaucoup de pouvoir voir le reste. Et au passage la projection c’est bien passé? Moi trop loin de Paris pour venir :/

  8. Zombies im Netz sagt:

    Wen ich je eine Kategorie “Knifflige Mauernfragen” einrichte, ist das das erste Thema, das ich behandle -- promised! ;-)

  9. […] Zombie. Wer länger lebt, ist später tot”. Das Buch ist die grandiose Vorlage zum leider überhaupt nicht gut gelungenen Blockbuster World War Z (wer von diesem Film berechtigterweise enttäuscht war, darf nicht vor dem Buch zurückschrecken […]

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